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Das Kiribati - Projekt

 

Die Situation:

Auf südpazifischen Atollen der Republik Kiribati (Äquatorial Mikronesien) herrscht Trinkwasser-Notstand, der sich katastrophal auf die Lebensumstände der Bevölkerung, weitab jeglicher medizinischen Versorgung, auswirkt. Krankheiten und Seuchen, die auf diesen Mangel zurückzuführen sind, breiten sich aus.

Die Nation Kiribati lebt auf 33 Inseln, die sich in drei Gruppen gliedern. Gilbert - Inseln, Phoenix - Inseln, Line - Inseln.

 

93% der Bevölkerung von 79.000 siedeln auf Inseln der Gilbert-Gruppe, die durch ihre geographische Position folgende Probleme der Trinkwasser-Versorgung aufzeigen.

  • geringe natürliche Süßwasservorkommen
  • geringe jährliche Niederschlagsmengen
  • übermäßige Ausbeute vorhandener Süßwasserressourcen
  • unsachgemäße Entnahmepraktiken, die zu mikrobiologischer Kontamination u. Einbruch von Salzwasser in die Süßwasserspeicher führen
  • unterschiedliche Besiedlungsdichte
  • kein oder mangelhaft ausgebautes Abwasser- und Abfallnetz

Durch fehlende Transportmöglichkeiten, gefährliche Riffe und flache Lagunen der Korallenatolle wird das Anlaufen der Inseln, die zum Teil 3000 km von der Hauptinsel Tarawa, dem Regierungssitz der Nation, entfernt im Pazifik verstreut liegen, für konventionelle Schiffe zu gefährlich und verhindern die regelmäßige Versorgung.

Landepisten für Kleinflugzeuge sind zwar auf allen Inseln angelegt, ein Ticket aber nahezu unerschwinglich für I-kiribat.

 

 

Maßnahmen:

Unter Einbeziehung der Bevölkerung und Regierung von Kiribati wird PRO PLANET Lösungen realisieren, durch sozio-ökonomisch und ökologisch abgestimmte Maßnahmen notwendige Entwicklungen fördern, eine medizinische Notversorgung aufrechterhalten, Hilfe zur Selbsthilfe leisten, Kultur und Zukunft dieser Nation sichern helfen.

Durch die Konstruktion von Meerwasserentsalzungsanlagen mit Konzepten zur biologischen Klärung von Abwässern, helfen wir im Rahmen regionaler Lebensgewohnheiten beim Ausbau vorhandener Infrastrukturen, mit dem Ziel, Grundlagen zur Eigenfinanzierung und Übernahme der Verantwortlichkeit für errichtete Anlagen zu sichern. Folgende integrale Bestandteile zur Versorgungssicherung sollen im Laufe des Projektes realisiert werden.

  • Sicherung der vorhandenen Süßwasserressourcen und Einführung von Methoden und Anlagen zur sachgemäßen Nutzung selbiger.
  • Einrichtungen von Maßnahmen zur Erhöhung der Regenerationskapazität vorhandener Süßwasserressourcen.
  • Sicherung der kontaminationsfreien Regeneration vorhandener Ressourcen durch Aufstellung eines angepaßten Konzeptes zur Abwasser und Abfallentsorgung.
  • Errichtung modellartiger Konzepte zur Trinkwassergewinnung durch Meerwasserentsalzung in verschiedenen Kapazitätsordnungen.
  • Errichtung angepaßter dezentraler Versorgungseinrichtungen, Zu- und Ableitungen, Lagerung.
  • Einsatz von Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung, insbesondere Solar-, Wind-, Biogas- Energie.
  • Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen zum Umgang und zur Instandhaltung von Trinkwasserversorgungseinrichtungen und biologischer Kläranlagen.
  • Aufstellung von Durchsetzungsstrategien zur technischen und finanziellen Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen.
  • Einführung eines Überwachungs- und Prüfsystems zur Sicherung der technischen und logistischen Funktionalität der Versorgungseinrichtungen, sowie zur regelmäßigen physikalisch-chemischen und mikrobiologischen Prüfung der Trinkwasserqualität.

Zusammenfassung:

Die zum Einsatz kommenden Technologien sollen den lokalen Gegebenheiten angepaßt sein und die reichlich vorhandenen, natürlichen regenerativen Energiequellen nutzen. Vor allem soll ein möglichst sanftes Konzept entwickelt werden, das mit minimalsten Veränderungen der natürlichen, sozialen und kulturellen Umwelt der Republik Kiribati einhergeht.